Aminosäuren kaufen: essentielle & semi-essentielle für Ihren Körper
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Was Aminosäuren sind: Bausteine von Proteinen und Körperfunktionen
Aminosäuren sind die primären Struktureinheiten von Proteinen. Sie lassen sich als Bausteine verstehen, die über sogenannte Peptidbindungen miteinander verknüpft werden und so lange Ketten bilden, aus denen Proteine entstehen.
Von den in der Natur vorkommenden Aminosäuren : derzeit sind es über 500 – sind 20 direkt an der Proteinsynthese beteiligt. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht werden sie in essenzielle, nicht essenzielle und semi-essenzielle Aminosäuren eingeteilt. In der Praxis bedeutet das: Essenzielle Aminosäuren müssen über die Ernährung oder über Supplemente zugeführt werden, nicht essenzielle kann der Körper selbst herstellen, und semi-essenzielle sind unter bestimmten Bedingungen nicht immer in ausreichender Menge verfügbar.
Essenzielle Aminosäuren: Welche der Körper nicht selbst herstellen kann
Als essenzielle Aminosäuren bezeichnet man jene, die der menschliche Körper nicht in ausreichender Menge synthetisieren kann, um den Bedarf zu decken. Für Erwachsene zählen dazu acht Aminosäuren: Phenylalanin, Isoleucin, Lysin, Leucin, Methionin, Threonin, Tryptophan und Valin. Was hier wirklich zählt: Diese acht müssen über Lebensmittel oder Supplemente aufgenommen werden.
Während der Wachstumsphase wird häufig Histidin als neunte essenzielle Aminosäure berücksichtigt, da der Bedarf in dieser Zeit höher sein kann als die körpereigene Synthesekapazität. Die entscheidende Frage ist also nicht nur, welche Aminosäure vorliegt, sondern auch, in welcher Lebensphase der Bedarf beurteilt wird.
Semi-essenzielle Aminosäuren und bedingt essenzielle Aminosäuren: der Unterschied
Cystein und Tyrosin gelten als semi-essenzielle Aminosäuren, weil der Körper sie aus Methionin beziehungsweise Phenylalanin bilden kann. Unter normalen Bedingungen ist diese Umwandlung meist ausreichend. Unter intensiver körperlicher Belastung oder bei bestimmten Erkrankungen kann der Bedarf jedoch steigen.
Als bedingt essenzielle Aminosäuren gelten unter anderem Arginin, Glycin, Glutamin, Prolin und Taurin. Sie spielen in bestimmten physiologischen Situationen eine wichtige Rolle für Homöostase und Körperfunktionen. In der Praxis bedeutet das: Unter Belastung, in Regenerationsphasen oder bei erhöhter Beanspruchung kann die körpereigene Bildung den tatsächlichen Bedarf nicht immer vollständig abdecken.
Aminosäuren für Sportler: Arginin, BCAAs und bedingt essenzielle Aminosäuren im Training
Im Sportbereich werden vor allem BCAAs (verzweigtkettige Aminosäuren), Aminosäurepools und einzelne Aminosäuren wie Arginin eingesetzt. Was BCAAs von vollständigen EAA-Formeln unterscheidet: BCAAs liefern nur Leucin, Isoleucin und Valin, während EAA-Produkte das gesamte Spektrum essenzieller Aminosäuren abdecken.
Arginin ist als Vorstufe von Stickstoffmonoxid vor allem im Trainingskontext relevant. BCAAs bestehen aus Leucin, Isoleucin und Valin und werden häufig rund um das Training verwendet. Glutamin wiederum gehört zu den bedingt essenziellen Aminosäuren und wird vor allem dann berücksichtigt, wenn Regeneration und Immunfunktion unter hoher Trainingsbelastung im Fokus stehen.
Flüssige Aminosäuren: schnelle Aufnahme der Bausteine für den Muskelstoffwechsel
Aminosäuren sind Bausteine der Proteine, die Ihr Körper für Muskelgewebe, Enzyme, Hormone und viele weitere Funktionen benötigt. Zu den wichtigsten natürlichen Quellen für essenzielle Aminosäuren zählen Fleisch, Milchprodukte, Eier und Hülsenfrüchte.
Flüssige Aminosäurepräparate bieten eine praktische Darreichungsform mit einfacher Dosierung. Das Kriterium, das den Unterschied macht, ist weniger die flüssige Form an sich als die konkrete Zusammensetzung: Entscheidend sind Art der Aminosäuren, Menge pro Portion und der Einsatzzeitpunkt. Zu bevorzugen, wenn eine unkomplizierte Einnahme rund um das Training oder zwischen Mahlzeiten gefragt ist.
Aminosäurepools: Kombinationen für gezielten Körperbedarf
Aminosäurepools sind Kombinationen verschiedener Aminosäuren, die auf ein bestimmtes Einsatzgebiet abgestimmt werden. Das kann ein breites Profil essenzieller Aminosäuren sein oder eine gezielte Mischung mit Arginin, Glutamin oder Prolin.
In der Praxis bedeutet das: Ein Pool mit essenziellen Aminosäuren eignet sich eher zur allgemeinen Versorgung rund um Training und Regeneration, während Formeln mit nicht essenziellen oder bedingt essenziellen Aminosäuren stärker auf spezielle Anwendungen ausgerichtet sind, etwa Kollagenstoffwechsel oder Belastungsphasen. Was hier wirklich zählt, ist das Verhältnis zwischen Ziel, Zusammensetzung und tatsächlicher Dosierung pro Portion.
Aminosäuren bilden die Grundlage zahlreicher biologischer Prozesse. Sie sind nicht nur für den Aufbau von Muskel- und Bindegewebe relevant, sondern auch für die Bildung von Neurotransmittern, Enzymen, Hormonen und weiteren körpereigenen Substanzen.
Sie werden unter anderem für Verdauungsenzyme, Gewebereparatur, Entgiftungsprozesse und die Synthese genetischen Materials benötigt. Aminosäuren und Proteine machen einen großen Teil der fettfreien Körpermasse aus. Was hier wirklich zählt: Ihr Nutzen hängt weniger vom Schlagwort auf dem Etikett ab als von der passenden Auswahl für Ihren Bedarf.
Einzelne Aminosäuren: Cystein, Tyrosin, Lysin und weitere Bausteine
In diesem Abschnitt geht es um gängige Aminosäuren in isolierter Form. Solche Einzelprodukte werden meist dann gewählt, wenn nicht ein komplettes Aminosäureprofil, sondern eine bestimmte Funktion im Vordergrund steht.
Die 20 an der Proteinsynthese beteiligten Aminosäuren werden üblicherweise in essenzielle, nicht essenzielle und bedingt essenzielle Gruppen eingeteilt. Cystein und Tyrosin werden dabei häufig gesondert als semi-essenzielle Aminosäuren betrachtet. Jede dieser Aminosäuren erfüllt eigene Aufgaben: von Proteinsynthese und Stoffwechsel über Wachstum bis zur Unterstützung bestimmter Gewebe- und Regenerationsprozesse.
Aminosäuren bestehen hauptsächlich aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff und Sauerstoff. Sie unterscheiden sich durch ihre Seitenkette, die sogenannte R-Gruppe. Was eine Aminosäure von der anderen unterscheidet, ist genau diese Struktur, denn sie bestimmt Eigenschaften und Funktion im Stoffwechsel.
Alle proteinbildenden Aminosäuren besitzen ein gemeinsames Grundgerüst: ein zentrales Kohlenstoffatom, eine Aminogruppe, eine Carboxylgruppe und ein Wasserstoffatom. Durch die unterschiedliche R-Gruppe entstehen die individuellen Eigenschaften der einzelnen Aminosäuren. Diese werden zu Peptiden und schließlich zu Proteinen verknüpft.
Ergänzend ist wichtig: Neben den 20 klassisch proteinbildenden Aminosäuren gibt es mit Selenocystein und Pyrrolysin zwei weitere, die nur über spezielle Mechanismen in Proteine eingebaut werden. Für die praktische Einordnung im Ernährungs- und Supplementbereich stehen jedoch meist die 20 bekannten Aminosäuren im Vordergrund.